Blutmai: Difference between revisions

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Blutmai - Rotes Wedding
Übersicht
Der Blutmai waren blutige Angriffe der Berliner Polizei am 1. Mai 1929 und den darauffolgenden Tagen.  
Der Blutmai waren blutige Angriffe der Berliner Polizei am 1. Mai 1929 und den darauffolgenden Tagen.  


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Es wurde bekannt, dass die KPD plane sich dem Demonstrationsverbot zu widersetzen. Als Antwort wurden in der Vornacht zum 1. Mai im Wedding, Hochburg der Kommunisten, etliche schikanierende Wohnungsdurchsuchungen durchgeführt.  
Es wurde bekannt, dass die KPD plane sich dem Demonstrationsverbot zu widersetzen. Als Antwort wurden in der Vornacht zum 1. Mai im Wedding, Hochburg der Kommunisten, etliche schikanierende Wohnungsdurchsuchungen durchgeführt.  


Wie zu erwarten, und voraussichtlich geplant, feuerte dies den Unmut der Kommunisten an wodurch sie in großer Menge zum 1. Mai auf die Straße gingen.  
Wie zu erwarten, und voraussichtlich geplant, feuerte dies den Unmut der Kommunisten an wodurch sie in großer Menge zum 1. Mai auf die Straße gingen.


Die Schlägertruppen der Berliner Polizei gingen sofort rigoros und gewalttätig gegen die Demonstrationen vor. Dabei war es, wie üblich bei Polizei, irrelevant ob Personen überhaupt Teil der Demonstrationen oder einfach Passanten waren. Die gut organisierten Demonstranten fingen an sich selbst, ihre Nachbarn und ihr Kiez zu verteidigen. KPD und RFB hauptsächlich bewaffnet mit improvisierten Knüppeln, stellten sich gegen die Berliner Polizei, welche mit militärischen Gütern wie Lang- und Handfeuerwaffen sowie gepanzerten Fahrzeugen, aus Weltkriegsbeständen, ausgestattet waren. Der Widerstand gegen die blutlüstigen Schlägertruppen der Polizei dauerte bis in die Nacht des 3. Mai 1929.  
Die Schlägertruppen der Berliner Polizei gingen sofort rigoros und gewalttätig gegen die Demonstrationen vor. Dabei war es, wie üblich bei Polizei, irrelevant ob Personen überhaupt Teil der Demonstrationen oder einfach Passanten waren. Die gut organisierten Demonstranten fingen an sich selbst, ihre Nachbarn und ihr Kiez zu verteidigen. KPD und RFB hauptsächlich bewaffnet mit improvisierten Knüppeln, stellten sich gegen die Berliner Polizei, welche mit militärischen Gütern wie Lang- und Handfeuerwaffen sowie gepanzerten Fahrzeugen, aus Weltkriegsbeständen, ausgestattet waren. Der Widerstand gegen die blutlüstigen Schlägertruppen der Polizei dauerte bis in die Nacht des 3. Mai 1929.  

Revision as of 07:28, 7 July 2026

Der Blutmai waren blutige Angriffe der Berliner Polizei am 1. Mai 1929 und den darauffolgenden Tagen.  

Die SPD und das von der SPD geführte Polizeipräsidium unter Karl Zörgiebel, ebenfalls SPD, hatten im Vorfeld Demonstrationen im freien verboten gehabt.

Es wurde bekannt, dass die KPD plane sich dem Demonstrationsverbot zu widersetzen. Als Antwort wurden in der Vornacht zum 1. Mai im Wedding, Hochburg der Kommunisten, etliche schikanierende Wohnungsdurchsuchungen durchgeführt.  

Wie zu erwarten, und voraussichtlich geplant, feuerte dies den Unmut der Kommunisten an wodurch sie in großer Menge zum 1. Mai auf die Straße gingen.

Die Schlägertruppen der Berliner Polizei gingen sofort rigoros und gewalttätig gegen die Demonstrationen vor. Dabei war es, wie üblich bei Polizei, irrelevant ob Personen überhaupt Teil der Demonstrationen oder einfach Passanten waren. Die gut organisierten Demonstranten fingen an sich selbst, ihre Nachbarn und ihr Kiez zu verteidigen. KPD und RFB hauptsächlich bewaffnet mit improvisierten Knüppeln, stellten sich gegen die Berliner Polizei, welche mit militärischen Gütern wie Lang- und Handfeuerwaffen sowie gepanzerten Fahrzeugen, aus Weltkriegsbeständen, ausgestattet waren. Der Widerstand gegen die blutlüstigen Schlägertruppen der Polizei dauerte bis in die Nacht des 3. Mai 1929.  

Die Polizei ermordete 33 Zivilisten. Hunderte Demonstrationsteilnehmer mussten mit Knochenbrüchen, Schusswunden und ähnlich schweren Verletzungen hospitalisiert werden. Insgesamt kam es zu über Tausend Festnahmen, von denen 66 angeklagt und 44 verurteilt wurden. Über 95% aller Festnahmen treffen, selbst aus bürgerlicher Staatsperspektive, Unschuldige. Auf Seiten der Berliner Polizei wurden 10 Menschen hospitalisiert, keine einzige mit Schusswunden.  

Dieses Massaker, verübt von der SPD geführten Berliner Polizei, dient im Nachhinein als Grund den RFB als paramilitärisches Organ der KPD zu verbieten. Nachdem bereits KPD Gründer Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, im Ausklang der gescheiterten Deutschen Revolution, von SPD und Freikorps(Protofaschisten) ermordet wurden, war dies der endgültige Spalt zwischen Kommunistischer und Sozialdemokratischer Partei in der Weimarer Republik. Hierdurch wurde die stalinistische "Sozialfaschismus-These" befeuert und eine breite Volksfront gegen den Nationalsozialismus verhindert.